SharePoint & OneDrive: Ende für Standalone Lizenzen

Wir erklären Ihnen, was Sie jetzt wissen müssen und wie Sie Ihre Lizenzlandschaft optimal auf diese Umstellung vorbereiten können. Zusätzlich zeigen wir konkrete Handlungsoptionen auf, um Kosten zu optimieren und die richtige Microsoft‑Lizenzstrategie für die Zukunft zu wählen.
Lesedauer: 2 Minuten

Viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass ihre bewährten SharePoint- oder OneDrive‑Pläne bald wegfallen und damit die Gefahr steigt, dass Kosten, IT‑Komplexität und Planungsaufwand zunehmen.

Denn kürzlich hat Microsoft offiziell angekündigt, dass die Standalone-Lizenzen für SharePoint Online (Plan 1 und 2) und OneDrive for Business (Plan 1 und 2) eingestellt werden. Diese Änderung betrifft insbesondere Unternehmen, die bislang nur die Cloud‑Speicher‑ und Kollaborationsfunktionen dieser Dienste ohne umfassende Microsoft‑365‑Suite genutzt haben.

 

 

Was genau ändert sich?

Microsoft will seine Cloud‑Storage‑ und Zusammenarbeitstools stärker in die Microsoft‑365‑Suite‑Modelle integrieren und die Standalone-Angebote für SharePoint Online und OneDrive for Business auslaufen lassen.

Das betrifft die Pläne:

  • SharePoint Online Plan 1 und Plan 2
  • OneDrive for Business Plan 1 und Plan 2

Diese Pläne werden schon bald nicht mehr einzeln verkauft und schrittweise vom Markt genommen.

 

Zeitplan der Microsoft-Lizenzänderungen

Damit bleibt Unternehmen, die aktuell noch SharePoint oder OneDrive nur als Einzelprodukt nutzen, eine Übergangszeit von mehreren Jahren. Dennoch empfehlen wir, sich frühzeitig Alternativen anzuschauen und eine Lizenzumstellung anzustoßen.

Phase Ereignis
Juni 2026 Ende des Verkaufs: Ab dem 1. Juni 2026 können keine neuen Standalone‑Lizenzen mehr erworben werden.
Januar 2027 Ende der Verlängerungen: Bestehende Verträge können nicht mehr verlängert werden.
Dezember 2029 Ende der Dienste: Die Dienste werden vollständig eingestellt, Standalone‑Pläne laufen endgültig aus.

 

Warum dieser Schritt?

Microsoft nennt mehrere strategische Gründe für die Einstellung:

  • Geringe Nachfrage nach Standalone‑Plänen: Viele Kund/-innen nutzen mittlerweile umfassendere Microsoft‑365‑Pakete.
  • Komplexität im Betrieb: Separate Pläne verursachen laut Microsoft operativ höhere Kosten.
  • Konsolidierung auf integrierte Plattformen: Microsoft will SharePoint und OneDrive als Teil einer einheitlichen Cloud‑Produktivitätsumgebung positionieren.

 

Was bedeutet das für KMU konkret?

Doch was bedeutet das für Unternehmen? Wer bislang „nur“ Speicher und einfache Zusammenarbeit wollte, muss künftig größere Lizenzpakete oder andere Speicherlösungen erwägen.

1. Lizenzkosten können steigen

Die Standalone‑Pläne waren oft die günstigste Möglichkeit, Cloud‑Speicher und Dokumentmanagement zu nutzen. Alternativen innerhalb von Microsoft‑365‑Suiten wie Business Basic, Business Standard oder höheren Enterprise‑Plänen sind in der Regel teurer, aber auch funktional deutlich umfangreicher.

2. Integration in Microsoft‑365 wird Standard

Mit Umstieg auf Microsoft‑365‑Pläne erhalten Sie SharePoint und OneDrive im Paket zusammen mit Team‑ und Produktivitäts‑Apps wie Teams, Outlook und Office‑Apps sowie zentralem Identity‑Management und Sicherheitsfeatures.

3. Planungssicherheit trotz langfristiger Übergangsfrist

Da Microsoft den Abbau über mehrere Jahre plant, haben Partner und Unternehmen ausreichend Zeit, ihre Lizenzlandschaft zu analysieren, zu planen und die Umstellung frühzeitig zu koordinieren.

 

Unsere Empfehlungen für Unternehmen & IT‑Entscheider

Wir empfehlen unseren Kund/-innen aktuell Folgendes:

  1. Lizenzinventur durchführen: Identifizieren Sie alle Nutzenden, die aktuell Standalone‑Pläne verwenden, und prüfen Sie, wie viele davon auf Microsoft‑365‑Suiten migriert werden müssen.
  2. Kosten und Nutzen vergleichen: Microsoft‑365‑Pläne bieten mehr Funktionen, aber auch höhere Lizenzkosten. Vergleichen Sie Optionen wie Business Basic, Business Standard oder Enterprise‑Pakete, um das richtige Preis‑Leistungs‑Verhältnis zu finden.
  3. Alternative Speicheroptionen prüfen: Falls die Microsoft‑365‑Suite‑Lizenzen nicht passen, gibt es auch Speicher‑Add‑Ons und Pay‑as‑you‑go‑Modelle, die als Übergangslösung dienen können.
  4. Migration frühestmöglich einplanen: Ein frühzeitiges Migrationsprojekt gibt Ihnen Zeit, Daten umzuziehen, Nutzende zu schulen und eventuelle Integrationspunkte mit bestehenden Systemen anzupassen.

 

Fazit: Anhaltender Wandel in der Microsoft Lizenzierung

Das Ende der Standalone‑Lizenzen für SharePoint Online und OneDrive for Business markiert einen klaren Fokus von Microsoft auf integrierte Cloud‑Produktivitätsplattformen und schafft gleichzeitig Planungserfordernisse für viele Unternehmen. Für KMU‑Geschäftsführende und IT‑Teams heißt das: frühzeitig handeln, um Kosten zu optimieren, Ausfallrisiken zu vermeiden und gleichzeitig von den Vorteilen moderner Microsoft‑365‑Suiten zu profitieren.

Wenn Sie Unterstützung bei der Analyse Ihrer Lizenzlandschaft oder der Umstellung auf Microsoft‑365‑Pläne brauchen, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir prüfen Ihre aktuellen Pläne, identifizieren versteckte Kostentreiber und entwickeln einen klaren Migrationsfahrplan. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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