Es ist wichtig, Chancen und Risiken von
Risiken bei einer ERP -Implementierung frühzeitig erkennen
Falsche Einschätzung der Komplexität
Wir würden Ihnen gerne etwas anderes erzählen, aber ein
Wenn man zu viel probiert vorher zu spezifizieren, ist es sehr zeitfressend und oft merkt man erst beim Doing, dass noch etwas fehlt.
Daniel R., Projektleiter, anaptis GmbH
Folgende Lösungsansätze empfehlen wir Ihnen, damit Sie die Komplexität des Projektes bestmöglich einschätzen können:
- Analysieren und dokumentieren Sie den Zeit- und Budgetrahmen so transparent wie möglich. So können Sie wirklich einschätzen, worauf Sie sich einlassen und gehen das
ERP -Projekt nicht mit falschen Erwartungen an. - Führen Sie Risiko-Workshops durch, um mögliche Stolpersteine frühzeitig zu identifizieren. Eine strukturierte Risikoanalyse der Software-Einführung hilft dabei, technische, organisatorische und prozessuale Risiken systematisch zu erfassen. Beziehen Sie dabei verschiedene Fachbereiche ein, denn gerade Mitarbeitende aus der Praxis erkennen Risiken oft schneller als das Projektteam allein.
- Bauen Sie Protoypen und Pilotphasen zum Testen ein, um neue Prozesse und Funktionen frühzeitig zu testen. Dadurch gewinnen Sie Sicherheit im Umgang mit dem System und erkennen mögliche Anpassungsbedarfe, bevor diese später im Projekt teuer oder zeitkritisch werden.
- Planen Sie regelmäßige Review Meetings mit allen relevanten Stakeholdern ein. Diese Termine schaffen Transparenz über den aktuellen Projektstand, ermöglichen schnelles Feedback und helfen dabei, Missverständnisse oder Fehlentwicklungen frühzeitig zu korrigieren.
Außerdem muss eins für Sie klar sein: Die zu erledigende Arbeit kann nicht zu 100 % an den
Zusammenstellung des Projektteams
Das Projektteam ist das Herz Ihres
Also:
- Wählen Sie Ihre
Key User sorgfältig aus*. Für die Wahl von Teammitgliedern sollte nicht (einzig) die aktuelle Auslastung zählen. Achten Sie bei der Auswahl von Teammitgliedern auf folgende Kriterien: Vertrautheit mit operativen Prozessen der Abteilung, fachliche Kompetenz, Einfühlungsvermögen sowie Motivation. - Planen Sie ausreichend Kapazitäten für Tests und Projektarbeit ein, indem Sie
Key User im Tagesgeschäft entlasten und Vertretungsregelungen für ihre operativen Aufgaben schaffen. - Schaffen Sie einheitliche Kommunikationspläne zwischen Unternehmen und
Key User . - Coachen und schulen Sie Ihre
Key User , sodass diese ihrer Rolle bestmöglich nachkommen können.
*In unserem Blogartikel „Geeignete Key User für die ERP-Einführung finden“ beschreiben wir Ihnen genauer, welche Anforderungen Sie an Ihr Projektteam stellen sollten.
Es ist entscheidend, dass die Person, die uns an die Hand gegeben wird, für die Aufgabe passt – sonst wird das Projekt nicht funktionieren.
Lena, Projektleiterin, anaptis GmbH
Fehlendes Changemanagement
Das beste
Die Einführung eines neuen Systems geht mit großen Veränderungen einher. Veränderungen stoßen oftmals erst einmal auf Widerstand Ihrer Mitarbeitenden, was ein großes Risiko für den Erfolg des
- Ist diese Veränderung wirklich notwendig?
- Werde ich durch diese neuen, IT-gestützten Systeme ersetzt?
Im Worst Case lehnen sie das System ab und nutzen es nicht.
Man muss die Realität und die Fakten auf den Tisch bringen. Sonst gibt es keine gute Lösung.
Andrej, Projektleiter, anaptis GmbH
Das Zauberwort, um dem entgegenzuwirken, lautet: (Change) Kommunikation:
- Nehmen Sie die Mitarbeitenden von Beginn an mit, indem Sie eine Change-Strategie aufstellen und die Kommunikation mit und Beteiligung der Mitarbeitenden identifizieren.
- Definieren Sie die richtigen
Key User (s. vorheriges Kapitel). - Stellen Sie sicher, dass Sie permanent Feedback einholen und die Unterstützung Ihrer Mitarbeitenden erfragen (z. B. Umfragen, Workshops).
- Kommunizieren Sie das Ziel des Projekts und vor allem die Vorteile, die es langfristig haben wird.
Lesen Sie auch gerne nach, wie wir als IT-Dienstleister das Changemanagement in unsere Projekte integrieren, um Ihnen und Ihrem Team bei der Umstellung zu helfen.
Auswahl eines unpassenden Systems
Wir wissen, dass das
Somit besteht das Risiko, die falsche Wahl zu treffen und sich für ein unpassendes System zu entscheiden. Ist das passiert, kann das verheerende Folgen haben, beispielsweise:
- Die Software deckt nicht alle Anforderungen ab (zu limitiert).
- Die Software hat zu viele Funktionalitäten, die gar nicht benötigt werden (zu komplex).
- Die Software steht in Konflikt mit Ihren rechtlichen Anforderungen.
Eine falsche Wahl kann später teuer werden. Nehmen Sie sich also genug Zeit für die Wahl, um vorher eine vernünftige Vorbereitung, Analyse Ihrer Anforderungen und Definition der Prozesse durchzuführen.
Was wir Ihnen empfehlen:
- Dokumentieren Sie Ihre Use Cases detailliert (täglich vs. Ausnahmefälle).
- Definieren Sie Ihre Entscheidungskriterien (z. B. Erweiterbarkeit).
- Führen Sie einen Anforderungsworkshops mit allen Fachbereichen durch.
- Halten Sie System-Workshops mit mehreren Anbietern ab.
- Planen Sie ausreichend Testing-Zeit vor dem
Go-Live ein.
Methodik-Konflikte: Agil vs. klassisch
Wenn Sie ein
Entscheiden Sie sich für ein zu starres, klassisches Vorgehen, führt dies zu sehr langen Spezifikationsphasen und häufig einer geringen Anpassungsfähigkeit.
Ich arbeite bevorzugt agil, weil es oft leichter ist, beim Doing Anpassungen vorzunehmen. Aber es muss eine gesunde Mischung aus Planung und Flexibilität geben.
Daniel R., Projektleiter, anaptis GmbH
Unserer Erfahrung nach reduzieren agile Methoden die Risiken im
Es hängt sehr vom Projekt ab – manchmal lohnt sich ein klassisches Vorgehen, besonders wenn man wenig über den Prozess weiß.
Andrej, Projektleiter, anaptis GmbH
Unzureichende Verantwortlichkeiten im ERP-Projekt
Ohne eine klare Governance-Struktur, definierte Rollen und feste Entscheidungswege kann ein
Aus unserer Erfahrung zeigt sich in solchen Situationen häufig: Verzögerungen entstehen nicht durch die Technik, sondern durch fehlende Klarheit bei Zuständigkeiten. Wenn von Beginn an transparent geregelt ist, wer welche Verantwortung trägt und wie Entscheidungen getroffen werden, schaffen Sie Struktur, vermeiden Konflikte und behalten jederzeit die Kontrolle über Ihr Projekt.
Ich probiere erst im kleinen Kreis zu klären, wer was entscheiden kann, bevor wir größere Eskalationen starten.
Daniel R., Projektleiter, anaptis GmbH
Kein klarer Projektleiter = kein Projektstart. Ohne Zuständigkeiten entstehen sofort Missverständnisse und Verzögerungen.
Lena, Projektleiterin, anaptis GmbH
Je nach Unternehmens- und Projektgröße empfehlen Ihnen wir folgende Ansätze:
- Definieren Sie die Projektleitung (+ ggf. Lenkungsausschuss sowie Eskalationspfade).
- Legen Sie eine Governance-Struktur zu Projektbeginn fest.
- Dokumentieren und kommunizieren Sie Entscheidungswege.
- Planen Sie regelmäßige Governance-Meetings ein.
- Definieren Sie Eskalationsmechanismen (Wer greift wann ein).
Individuelle Risiken im ERP-Projekt
Machen Sie sich auch Gedanken darüber, welche weiteren Stolperfallen in Ihrem individuellen Fall noch auftauchen können. Diese können beispielsweise branchenspezifisch, technologisch, regional oder persönlich sein. Von vornherein gänzlich vermeiden, lassen sich Risiken bei der
Risiken im ERP-Projekt: Mit der richtigen Vorbereitung gut beherrschbar
Nach der Betrachtung der verschiedenen Stolperfallen wird deutlich: Die meisten Risiken einer
Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit dem richtigen
Fazit
Machen Sie sich daher von dem Gedanken frei, dass während der
Bei Fragen zur ERP-Einführung oder zu den Risiken wenden Sie sich gerne an uns und schreiben Sie uns einfach eine kurze Nachricht.
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