Der Schritt in eine Umschulung ist selten geradlinig – besonders dann nicht, wenn bereits ein Studium und erste Berufserfahrungen dahinterstehen. Bei anaptis hat Sebastian genau diesen Weg eingeschlagen und ist in die Anwendungsentwicklung gestartet. Vom ersten Arbeitstag über das Onboarding im Team bis hin zu den ersten eigenen Aufgaben: Im Interview gibt er Einblicke in seine bisherigen Erfahrungen, berichtet von den Herausforderungen eines Quereinstiegs und zeigt, wie anaptis ihn auf seinem neuen Karriereweg begleitet und unterstützt. Ein ehrliches Zwischenfazit nach den ersten Monaten.
Du hast bereits ein Studium abgeschlossen und Berufserfahrung gesammelt. Warum hast du dich trotzdem noch einmal für eine Ausbildung bzw. Umschulung entschieden?
Das ist eine längere Geschichte, aber die Kurzfassung wäre: Es hat sich die Gelegenheit ergeben, meinen bisherigen Weg zu reflektieren und einem weiteren Interessensfeld mehr Aufmerksamkeit zu schenken, der Abschluss rennt ja nicht weg. Außerdem hatte ich mich bereits im Master mit Verhaltensweisen und Kultur der Digitalität beschäftigt, da lag das Interesse an der Praxis nahe.
Was hat dich an der IT bzw. an der Anwendungsentwicklung besonders gereizt?
Mich reizt die Bedeutung von Logik bei der Arbeit, das gute Gefühl, wenn ein Rätsel gelöst ist und ganz allgemein die Technik grundlegend zu verstehen, mit der wir alle täglich arbeiten.
Du bist mitten im Berufsschuljahr eingestiegen und die Ausbildung wurde auf zwei Jahre verkürzt. Wie hast du die ersten Wochen erlebt?
Im Betrieb wurde das Onboarding durch den besonderen Einstiegszeitpunkt eher weniger beeinflusst und lief wirklich gut ab. Insgesamt war vieles neu, aber auch sehr interessant. In der Berufsschule habe ich einiges aufzuholen. Aber auch das ist machbar, die Lücken sind schon deutlich kleiner und die erste Klausur habe ich bereits sehr gut abgeschlossen.
Der erste Arbeitstag bei anaptis: Wie war es für dich?
Lecker, es gab Pizza und davor natürlich ein umfassendes Kennenlernen und die technischen Einweisungen.
Wie hast du dich während deiner Einarbeitungszeit im Team eingelebt?
Ich wurde sehr gut aufgenommen und habe mich mittlerweile ganz gut eingelebt. Nach und nach kommt man mit jeder Person etwas mehr in Kontakt und dank der guten Unterstützung aus meinem Team, konnte ich sogar schon an Projekten partizipieren.
Konntest du Erfahrungen aus deinem bisherigen Berufsleben oder deinem Studium in die neue Rolle mitnehmen?
Im Kontext eines Workshops bei einem Kunden sowie einem Onlinemeeting mit Kunden konnte ich meine bisherigen Erfahrungen und Soft Skills aus der regelmäßigen Kooperation mit Unternehmen nutzen. Ich hoffe langfristig davon zu profitieren, dass das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven, insbesondere im Hinblick auf verschiedene Berufe und dem Umgang mit digitalen Medien, in meiner bisherigen Arbeit eine große Rolle gespielt hat und ich diese Erfahrungen auch in die Gestaltung von Software einfließen lassen kann.
Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: „Die Entscheidung für die Umschulung war genau richtig“?
Ein Moment ist schwer zu definieren. Ich denke es ist insgesamt ein Prozess, welcher schon lange vor der Ausbildung mit den ersten Programmierübungen begonnen hat und aktuell fühle ich mich sehr wohl mit meiner Entscheidung.
Welche Themen oder Aufgaben machen dir aktuell am meisten Spaß?
Unabhängig von der Aufgabe und dem Thema ist das Gefühl, ein Problem/Rätsel gelöst zu haben und in der Software selbst zu sehen, dass das Geplante auch funktioniert, definitiv der schönste Moment an unserer Arbeit.
Was würdest du anderen empfehlen, die über eine Umschulung oder einen Quereinstieg in die IT nachdenken?
Sich privat ausprobieren, ein kleines Projekt starten. Ich habe vor der Entscheidung neben eigenen Versuchen auch einen “Abendkurs” im Bereich Web-Development gemacht. Wenn man nach zwei-drei eigenen kleinen Projekten noch immer motiviert ist, ist das schon mal ein sehr guter Indikator für eine solche Entscheidung.
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