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Seit dem Jahr 2012 ist die Anzahl der Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen um 48 % gestiegen. Psychische Erkrankungen verursachten 2022 den dritthöchsten Anteil an Arbeitsunfähigkeitstagen (15,1 %). Direkt hinter Erkrankungen des Atmungs- sowie Muskel-Skelett-Systems (19,9 % und 17,7 %). Das ist alarmierend und macht uns betroffen. In diesem Blogartikel interviewen wir unseren Geschäftsführer Markus Thyen zu dem Thema, wie wir mentale Gesundheit fördern.

 

 

Warum müssen wir uns mit Mental Health beschäftigen

Die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Krankheiten nimmt immer weiter zu. Das geht auch an uns als Arbeitgeber nicht spurlos vorbei. Auch wenn ich glaube, dass andere Branchen stärker betroffen sind. Was nicht heißen muss, dass wir dahingehend nicht aktiv werden müssen bzw. unbedingt möchten. Schließlich sind wir uns sicher, dass das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung zusammenhängen und keine Einzelziele sind.

Also Fazit: Mental Health ist bei uns kein Nice-to-have-Thema, sondern hat oberste Priorität.

 

Was macht die anaptis zum Thema Mental Health?

Zunächst einmal würde ich in diesen Bereich die vom Gesetzgeber erforderlichen Themen wie Gesundheitsmanagement, Wiedereingliederung oder die Bereitstellung eines Betriebsarztes zählen.

Unsere Aktivitäten on top zum Thema Prävention Mentale Gesundheit lassen sich im Grunde in vier Kernbereiche aufteilen:

  • Positive Kommunikation und aktiver Dialog
  • Work-Life Plattform
  • Flexibilität
  • Individuelle Unterstützung

Positive Kommunikation und aktiver Dialog

Leider wird das Thema mentale Gesundheit zum Teil noch als Tabuthema in der Gesellschaft deklariert. Dabei sollte das längst der Vergangenheit angehören. Wir sprechen offen darüber. Damit möchten wir die Pforten öffnen, sich uns anzuvertrauen und für das Thema sensibilisieren. Die positive Kommunikation mit allen Teammitgliedern bedeutet für uns, Interesse am Wohlbefinden der Kolleginnen und Kollegen zu zeigen, indem wir immer ein offenes Ohr bieten und das Teamgefühl zu stärken.

Wir als Geschäftsführer gehen aktiv auf unsere Projektleiter/-innen zu. Beispielsweise halten wir einmal wöchentlich ein Meeting mit unseren Projektleiterinnen und Projektleitern ab, um Workloads etc. zu besprechen. Daneben gibt es täglich Daily Teammeetings, die das Gleiche auf der operativen Ebene gewährleisten sollen. Zudem haben wir mit jedem Teammitglied einmal jährlich ein Feedbackgespräch. Bidirektional versteht sich.

Zudem fördern wir Teamevents. Sowohl mit dem gesamten Unternehmen (z. B. Frühlings-/Sommerfest, Weihnachtsfeier, Tretbootrennen) als auch im Social Team* (i. d. R. 3-6 Mitarbeiter/-innen). Diese bieten eine gute Möglichkeit für den persönlichen, ungezwungenen Austausch. Unter anderem über berufliche und private Höhen und Tiefen. Gerade in Zeiten von Homeoffice und standortübergreifenden Teams. Soziale Kontakte empfinden wir nicht nur für die Identifikation mit uns als Arbeitgeber wichtig, sondern auch gegen die soziale Isolation und das Einsam fühlen.

*Exkurs Social Teams: Unsere Mitarbeiter/-innen werden sowohl in Social als auch in Projekt Teams aufgeteilt. Die Social Teams sitzen zumeist in einem Büro und organisieren sich als Einheit in puncto Auslastung, Urlaub, Weiterbildung bzw. gegenseitige Unterstützung. Die Projekt Teams finden sich je Projekt neu zusammen und besprechen projektrelevante Themen wie konkrete Aufgaben.

Work-Life Plattform

Besonders eine unserer Maßnahmen im Bereich der mentalen Gesundheit ist greifbar und stellt ein konkretes Angebot dar. Damit möchten wir dem Team professionelle psychologische Unterstützung in Form von verifiziertem Fachpersonal bieten. Wir arbeiten mit der Plattform Voiio zusammen, die die Bereiche Familie & Sozialleben, Arbeitsleben, Gesundheit & Prävention sowie Krisen & Unterstützung mit Angeboten vereint.

Das ist natürlich keine Verpflichtung, sondern kann auf freiwilliger Basis genutzt werden. Besonders wichtig war uns bei der Plattformwahl die anonyme Nutzung. Damit möchten wir die professionelle Unterstützung bewusst einfach halten und von einem kompliziertes Antragsverfahren absehen.

Der Erfolg ist für uns schwer messbar. Wir kriegen zum Jahresende eine Gesamtrechnung und eine Übersicht, welche Bereiche nachgefragt werden. Das ist alles, was wir sehen. Das heißt: Die Anonymität ist gewährleistet und wir können in keiner Weise ableiten, wer was in Anspruch genommen hat. Aber was heißt Erfolg? Wenn wir schon einem Teammitglied damit helfen können, hat die Plattform ihren Zweck erfüllt.

Flexibilität (Zeit/Ort)

Die Corona-Pandemie hat vieles in unserer Arbeitsweise und -methodik verändert. Wir haben uns vom starren 9-to-5 im Büro zu flexiblen Arbeitsorten und -zeiten weiterentwickelt.

Ein großer Vorteil für unser Team ist natürlich die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Darüber haben einige Teammitglieder bereits in unserem Blogartikel „Familie und Job vereinbaren – So macht es das Team“ (https://anaptis.com/familie-und-job-vereinbaren-so-macht-es-das-team/) berichtet. Unser Team bekommt dadurch den Spagat zwischen Berufs- und Privatleben deutlich besser hin (z. B. Kinderbetreuung bei Krankheit oder bei Ausfall, Einkaufen, Pflege von Angehörigen).

Außerdem, und da sind wir beim Thema, können unsere Mitarbeiter/-innen ihre Tage bzw. ihre Pausen nach Lust und Laune in ihrem gewohnten Umfeld gestalten. Zum Beispiel durch Spaziergänge in der Natur oder Podcast hören oder auch Rasen mähen. Was immer ihnen hilft, um sich eine kurze Auszeit zu nehmen. Versteht mich nicht falsch – im Büro darf jede/-r seine Pause natürlich auch gestalten wie gewünscht. Aber das ist nochmal was anderes.

Individuelle Unterstützung

Zuletzt gehen wir natürlich immer individuell auf unsere Teammitglieder ein. Wenn wir über individuelle Belange erfahren, tun wir alles in unserer Macht Stehende, um zu unterstützen. Sei es die Bezuschussung eines Sportprogramms, die Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder gar eine Auszeit.

Textquellen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77239/umfrage/krankheit-hauptursachen-fuer-arbeitsunfaehigkeit, https://www.dak.de/dak/gesundheit/psychreport-2023-2608162.html#/

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