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  • 30. April 2026

Digitale Unabhängigkeit im Mittelstand

Erfahren Sie, warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine ERP-Neuausrichtung ist.
Lesedauer: 5 Minuten

Der ERP-Markt befindet sich im stärksten Umbruch seit Jahrzehnten. Viele mittelständische Unternehmen spüren wachsenden Druck: ERP-Softwarehersteller forcieren Cloud-Strategien, Supportfristen für lokale On-Premises Installationen laufen aus, Innovationen wandern in neue Plattformen und plötzlich passen ERP-Roadmaps nicht mehr zur eigenen Unternehmensstrategie.

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung aktuell im SAP®-Umfeld: Der Support für SAP R/3® (ECC) läuft aus und Unternehmen müssen entscheiden, ob sie zeit- und kostenintensive Transformationsprogramme wie SAP S/4HANA® umsetzen oder alternative Wege gehen.

Für viele ist das der Moment, in dem eine zentrale Frage aufkommt: Wie bleiben wir digital unabhängig, handlungsfähig und zukunftssicher ohne uns in Abhängigkeiten zu manövrieren?

In diesem Blogartikel klären wir Sie über den SAP®-Umbruch, digitale Unabhängigkeit sowie unsere Projektmethodik auf.

 

 

Warum der Support-Stopp von SAP R/3® zum Wendepunkt wird

Die SAP®-Welt befindet sich in einem erzwungenen Wandel:

  • Ältere ECC-Versionen laufen bis 31.12.2025 aus.
  • ECC 6.0 EHP 6–8 wird bis 31.12.2027 unterstützt.
  • Gegen Aufpreis gibt es Extended Support bis 2030 – ein teures Übergangsszenario.

Viele SAP®-Kund/-innen empfinden die Cloud-Only-Ausrichtung als Einschränkung. Ein kürzlich erschienener Beitrag, dass rund die Hälfte der SAP®-Kund/-innen nicht bereit ist, S/4HANA® innerhalb der nächsten fünf Jahre ausschließlich in der Cloud zu betreiben. Diese Unternehmen fühlen sich durch die Aufgabe unbefristeter On-Premises Lizenzen und den Wechsel zu Cloud-Abonnement-Modellen eingeschränkt. Schließlich müssen sie ihre ERP‑Landschaft bis 2027/2030 modernisieren, wenn sie weiterhin von Sicherheitsupdates, Innovationen und Support profitieren möchten.

Damit stehen Unternehmen, die aktuell auf SAP® setzen, vor einer großen Herausforderung: Weiter investieren oder Alternativen evaluieren?

rautenberg markus
„Nicht jede ERP-Roadmap passt zu jeder Unternehmensstrategie. Dementsprechend werden ERP-Systeme dann zum Risiko, wenn sie Entscheidungen vorgeben, statt diese zu ermöglichen. Mit Dynamics 365 Business Central setzen wir auf die ERP-Lösung des IT-Giganten Microsoft, der seiner On-Premises Lösung bis dato bewusst kein fixes Ende setzen möchte.“
Markus R., Geschäftsführer anaptis GmbH


Allgemein stehen Unternehmen vor der Frage: Wie bleiben wir handlungsfähig in einer digitalen Welt, die sich ständig verändert?

 

Was Mittelständler heute wirklich brauchen: Digitale Unabhängigkeit

Digitale Unabhängigkeit bedeutet nicht, „alles selbst zu machen“. Es bedeutet: Entscheidungsfreiheit behalten. Digitale Unabhängigkeit umfasst drei Kernaspekte:

Technologische Freiheit statt Abhängigkeiten

Viele ERP-Systeme zwingen Unternehmen heute in:

  • Starre On-Premises-Modelle
  • Unflexible Release-Zyklen
  • Aufwendige Migrationsprojekte
  • Teure Individualentwicklungen

Dagegen bevorzugen Unternehmen Flexibilität und Freiheiten:

  • Cloud oder On-Premises
  • Offene APIs und einfache Integration
  • Erweiterbarkeit über standardisierte Extensions
  • Einfache Integration von weiteren Tools (z. B. Microsoft Office Suite)

 

Prozesshoheit statt zerstreuter Tool-Landschaft

Der Mittelstand kämpft häufig mit Insellösungen und doppelter Datenpflege.
Digitale Unabhängigkeit entsteht dann, wenn Prozesse zentralisiert und Datenflüsse vereinheitlicht werden.

 

Zukunftssicherheit statt Roadmap-Zwang

Der ERP-Markt verändert sich schnell. Hersteller setzen klare Cloud-Strategien, Support-Zyklen verkürzen sich, Innovationen erscheinen monatlich. Damit geben ERP-Hersteller vor allem immer häufiger vor, wann Kunden migrieren sollen.

Digitale Unabhängigkeit würde bedeuten: Technologiewechsel als Option, nicht als Pflicht.

 

Veränderung der Erwartungen an ERP-Roadmaps

In der Konsequenz verändern sich die Erwartungen an ERP-Hersteller. Während früher Funktionsumfang und Marktdurchdringung im Vordergrund standen, geht es heute stärker um Planbarkeit, Wahlfreiheit und unternehmerische Souveränität. Im Detail:

  • Wahlfreiheit statt Zwangsmigrationen: Cloud-Strategien werden akzeptiert, aber nicht als starre Deadline, sondern als Option mit realistischem Übergang.
  • Transparente Kostenmodelle statt Lizenzkomplexität: Unternehmen wollen verstehen, wofür sie bezahlen (heute und in drei bis fünf Jahren).
  • Klare Nutzenargumente: ERP-Projekte müssen messbaren Mehrwert liefern, nicht nur technologische Modernisierung.
  • Integration und Flexibilität: ERP ist Teil einer digitalen Landschaft und kein isolierter Block.

thyen markus

“Wie im SAP®-Beispiel zeigt sich, dass Unzufriedenheit häufig dort entsteht, wo Preis- und Konditionsmodelle schwer nachvollziehbar sind oder Service- und Roadmap-Erwartungen auseinanderlaufen. Eine gute ERP-Roadmap schafft Optionen und keine Abhängigkeiten. Denn eins müssen wir uns vor Augen halten: Unternehmen wollen den Wandel gestalten, nicht von ihm getrieben werden.”
Markus T., Geschäftsführer anaptis GmbH

 

Wie groß ist die Hürde zum Wechseln? Oder besser: Wie abhängig sind Sie von Ihrem ERP-Anbieter?

Viele ERP-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern daran, wie sie eingeführt sind. Problematisch wird es, wenn folgende Punkte zutreffen:

  • Feature Wünsche werden über Individualanpassungen umgesetzt
  • Prozesse sind schlecht dokumentiert
  • Eigenentwicklungen wachsen historisch (kein Fokus auf Standardisierung)
  • Fehlende Standards

Anbieterwechsel oder Systemmodernisierung wird dann zu einem großen Aufwand – unabhängig davon, welcher Hersteller betroffen ist.

 

Warum Dynamics 365 Business Central ein risikoarmes Zukunftsmodell ist

Kommen wir nach der aktuellen Kritik an SAP® zur ERP-Lösung Microsoft Dynamics 365 Business Central. Wie sieht es dort mit der digitalen Unabhängigkeit von Kund/-innen aus?

Allseits bekannt ist, dass Microsoft ebenfalls auf eine Cloud-First-Strategie setzt. Der Unterschied zu SAP® ist allerdings: ohne harten Support-Stopp. Für Business‑Central‑On‑Premises‑Kund/-innen entsteht dadurch kein unmittelbarer Handlungszwang, was die Planung und Umstellung deutlich flexibler macht.

Das bedeutet:

  • Kein fixes End-of-Support-Datum für On-Premises, das mit einem festen Zwang zur Migration verbunden wäre
  • Kund/-innen wählen ihre Migrationsgeschwindigkeit selbst
  • Transparente Roadmap mit Langzeitplanung
  • Große Community & Partnerlandschaft

Ein weiterer wichtiger Vorteil gegenüber SAP®:
Microsoft veröffentlicht neue Releases sowohl für die Cloud- als auch für die On‑Premises-Versionen von Business Central. Kund/-innen profitieren damit dauerhaft von technologischen Weiterentwicklungen, egal welches Betriebsmodell sie nutzen.

Zusätzlich gilt: Anpassungen, die in Business Central On‑Premises entwickelt werden, sind grundsätzlich so ausgelegt, dass sie auch in der Cloud funktionieren. Damit bleibt die Zukunftsfähigkeit individueller Erweiterungen erhalten und Migrationen werden technisch erheblich vereinfacht.

Mit Programmen wie Bridge to Cloud (BTC) bietet Microsoft sogar sanfte Übergänge – ohne Systemabriss und mit finanziellen Vorteilen.

Wie ist das gestaltet? In Kurzform:
Unternehmen können von 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027 in ein dreijähriges Cloud-Abonnement einsteigen. Sie erhalten 30 % Rabatt auf Microsoft Dynamics 365 Business Central Online-Lizenzen. Während dieser Zeit können sie ihre bestehende On-Premises-Umgebung parallel nutzen und weiter betreiben, während sie den Übergang zur Cloud gestalten. Alle Informationen dazu finden Sie im dazugehörigen Blogartikel.

 

Unser Ansatz: ERP-Unabhängigkeit durch eine klare Projektmethodik

Digitale Unabhängigkeit entsteht nicht erst im ERP-System, sondern im Einführungsprozess. Damit genau das gelingt, arbeiten wir mit einem klar strukturierten Vorgehen für ERP-Projekte. Unser Ansatz sorgt dafür, dass Unternehmen flexibel bleiben, nicht von Anpassungen abhängig werden und ihre ERP-Landschaft Schritt für Schritt weiterentwickeln können.

Unsere Projektmethodik in 5 Schritten

  1. Verstehen: Bevor wir über Module, Cloud oder Schnittstellen sprechen, analysieren wir Ihre Prozesse, Engpässe, Organisationsstruktur und Ziele.
  2. Gestalten: Wir planen die Umsetzung Ihres ERP-Projekts. Dabei ist es uns wichtig, dass wir Ihre Funktionswünsche nah am Systemstandard orientieren und erst in zweiter bzw. dritter Ebene Add-Ons und Individualanpassungen hinzuziehen.
  3. Umsetzen: Die Umsetzung erfolgt dann in agilen Sprints. Dabei setzen wir auf maximale Transparenz, und so viel Detailplanung wie möglich und so wenig wie nötig.
  4. Go-Live sicher begleiten: Wir begleiten Ihren Go-Live strukturiert. Von der standardisierten Datenmigration über Schulungen, Tests sowie Trainings Ihres Teams.
  5. Weiterentwickeln statt stehen bleiben: Nach dem Projekt ist vor der Optimierung. Mit uns gewinnen Sie einen langfristigen Partner. Wir unterstützen Sie auch nach der Einführung bei Updates, Automatisierungsideen, der Integration von KI und sonstigen Optimierungen.

Warum das so wichtig ist: Nur schlanke, standardnahe Systeme bleiben updatefähig und damit bleiben Sie unabhängig vom ERP-Hersteller sowie Implementierungspartner.

 

Fazit: Jetzt ist der richtige Moment, ERP neu zu denken

Der Mittelstand braucht heute kein ERP-System, das Vorgaben diktiert, sondern ein System, das Freiraum schafft. Mit Microsoft Dynamics 365 Business Central können Unternehmen:

  • Flexibel den Weg in die Cloud gestalten: Mit Bridge to Cloud können Bestandskund/-innen kontrolliert von On-Premises in die Cloud wechseln. Ergänzend ermöglichen strukturierte Transitionspfade aus anderen Microsoft-ERP-Systemen (z. B. Dynamics AX, SCM oder GP) den Umstieg auf Dynamics 365 Business Central – bei klarer strategischer Ausrichtung auf die Cloud.
  • Von einer klaren Roadmap und planbaren Update-Strategien profitieren, die Investitionssicherheit schaffen und kontinuierliche Innovation ermöglichen.
  • Standardprozesse und standardisierte Add-Ons nutzen, ohne dabei individuelle Freiheiten und Differenzierungsmöglichkeiten zu verlieren.
  • Ihre ERP-Zukunft selbstbestimmt gestalten – flexibel, skalierbar und unabhängig von starren Systemgrenzen.

Gerade im Kontext des Support-Endes von SAP R/3® ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, die eigene ERP-Strategie zu hinterfragen und digitale Unabhängigkeit neu zu definieren.

Möchten Sie Ihre ERP-Landschaft fit für die Zukunft machen?
Wir begleiten mittelständische Unternehmen auf dem Weg zu mehr digitaler Unabhängigkeit – pragmatisch, partnerschaftlich und mit klarem Blick fürs Machbare.

Kontaktieren Sie uns gerne für ein persönliches Beratungsgespräch.

 

Textquellen: https://learn.microsoft.com/en-us/dynamics365/release-plan/2026wave1/smb/dynamics365-business-central/, https://www.cio.com/article/4082285/sap-customers-not-sold-on-s-4hana-roi.html?utm_source=chatgpt.com, https://www.epiuselabs.com/sap-landscape-optimization-blog/sap-confirms-final-transition-period-for-s/4hana-compatibility-packs, https://anaptis.com/bridge-to-the-cloud-business-central-cloud-guenstig-ausprobieren/

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